Faust I

Martin Menner - Faust I

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
die eine will sich von der anderen trennen.
Bist Du Dir nur des einen Triebs bewusst,
O, lerne nie den andern kennen!“

Wer kennt das nicht auch von sich selber?

„Der Teufel“ in mir, der mich dazu bringen will, etwas Verbotenes oder Schlechtes zu tun – und „der Engel“, der versucht, mich auf den rechten Pfad zu führen. Der freundliche Herr von nebenan, von dem wir nie gedacht hätten, dass er so ein „Doppelleben“ führt – „das hätten wir doch gemerkt!“. Die nette Dame, immer freundlich, ruhig und zurückhaltend, die zuhause Mann und Kinder schlägt.

Zum Glück gibt es ja Fasching: da können wir uns nach Lust und Laune verkleiden – und wenn es noch so schrill und schräge ist! – und wenigstens für ein paar Tage jemand ganz anderer sein. Denn es gibt ja immer mal einen Tag, an dem man aus der Haut fahren möchte, gell?

Etwas krasser wird`s dann schon, wenn man selber gar nichts von dem anderen „Ich“ weiß (Dr. Jekyll und Mr. Hyde). Oder wenn sich der andere in mir durchsetzt (Napoleon-Effekt). Und wenn es sogar drei Seelen sind, die sich überhaupt nicht vertragen, weil die eine arrogant, eingebildet ist, die zweite schelmisch, teuflisch und die dritte naiv, kindlich – dann wird es spannend!

Dann kann es auch schon mal zu einem Selbstgespräch der besonderen Art kommen, weil sich da drei Persönlichkeiten unterhalten und dramatische Situationen durchleben. Und Sie, als unbeteiligter Zuschauer, können entweder mitleiden – oder wegen der unfreiwilligen Komik einen Heidenspaß haben!

 

Aus der Presse:

Die Kinzigtal Nachrichten schrieben zur Premiere:

„Gekonnte schauspielerische Mimik, Gestik und stimmlich qualifizierte Rezitation. …. Dabei kippte die Darstellung zum Vergnügen des Publikums oft eher in schauspielerische Lust und Komik, anstatt übermäßige Dramatik zu betonen.“

Rhein-Lahn-Zeitung im September 2004 zur Aufführung in Limburg:

„Perfekt in seiner Inszenierung drei verschiedener Personen: Martin Menner.“

Die Nassauische Neue Presse schrieb:

„Martin Menner überzeugt mit seiner eigenwilligen Inszenierung des Faust “.

Im Lauterbacher Anzeiger war zu lesen:

„Wie eine schillernde Spiegelkugel projiziert Menner eben noch den Faust, dann schon Mephisto, dann wieder Gretchen in raschen Schritten.“

Die Rhein-Lahn-Zeitung schrieb im Oktober 2005 zur Aufführung in Diez:

„…das Publikum applaudierte … einem brillant agierenden Schauspieler…“ und „… mit wenigen, aber eindrucksvollen Gesten und facettenreicher Mimik demonstrierte Menner den jeweiligen Rollen- und Persönlichkeitswechsel.“

Und über die Aufführung in Bamberg war zu lesen:

„… was Martin Menner bot … war ein grandioser Parforceritt eines – im besten Sinne – spielwütigen Darstellers durch den Bühnenklassiker.“